Westfalia

Jeder kennt wohl die Firma Westfalia als Hersteller von Nutzfahrzeugen, wie zum Beispiel Autoanhängern in verschiedenen Größen. Und ja, das Unternehmen stellt auch Wohnmobile her, genau genommen ist Westfalia sogar als Vorreiter auf diesem Segment zu bezeichnen.

Geschichtliches

Rund sechzig Jahre ist es nun her, dass Westfalia seinen ersten Campingbus produzierte. Heute ist die Modellpalette natürlich deutlich umfangreicher und das Unternehmen möchte – inzwischen mit einem neuen Eigentümer – voll durchstarten.
In einem Atemzug werden oft die beiden Marken Westfalia und Volkswagen genannt. Warum? Weil schon im Jahr 1951 der T1 von VW berühmt wurde, weil er das Chassis für die Campingbox von Westfalia darstellte.
In den 70er Jahren wurde dann der T2 verwendet und auf diesen wurden inzwischen legendär gewordene Ausbauten aufgebracht. Diese trugen die Namen Helsinki und Berlin.
Bemerkenswert ist, dass nicht nur die Europäer die Westfalia Wohnmobile lieben, sondern auch die Amerikaner. So wurden teilweise bis zu 20.000 Campingbusse für den US-amerikanischen Markt hergestellt. Pro Jahr!
Ab 1979 wurde der T3 gebaut, dieser wurde für den Joker von Westfalia verwendet. Aus dem Joker wird später der California. Auch der T4 wurde noch von Westfalia verwendet. Erst mit dem T5 war dann Schluss. Das war im Jahr 2003 und die Zusammenarbeit zwischen Westfalia und VW war beendet.

Neue Zusammenarbeit

Inzwischen ist ehemaliger Konkurrent von VW an dessen Stelle getreten: Westfalia Wohnmobile werden nun mit Mercedes gebaut. Parallel zum einstigen Modell California wurde der Marco Polo entwickelt. Dieser tritt nun in den Vordergrund. Auch der James Cook, inzwischen das Klassik-Modell, findet immer noch Bewunderer. Er wurde zuletzt 2006 zum Designobjekt des Jahres bei einer Internetwahl gekürt.
Zu nennen ist zudem der Nugget. Dieser steht für einen hohen Nutzwert und konstante Verkaufszahlen. Hier liegt dem Ausbau ein Ford zu Grunde. Interessant ist dabei die Heckküche.

Schlechte Zeiten

Im Jahr 2009 erfährt die gesamte Branche eine Krise und in der Folge musste auch Westfalia Insolvenz anmelden. Zuvor blieben Sprünge zum Caravan erfolglos, auch das Geschäft mit den Teilintegrierten lief nicht. Man wollte auf den US-Markt einsteigen, doch auch dies scheiterte. Die Insolvenz war nur die logische Konsequenz.

Es geht wieder aufwärts

Neuer Eigentümer ist ein Franzose, genauer gesagt, die Rapido-Gruppe. Diese bringt Westfalia dazu, wieder zu seinen Wurzeln zurückzukehren und Campingbusse entwickeln zu können. Und schon kam das erste Produkt dabei heraus: der Jules Verne. In ihm sind Einzelbetten untergebracht. Westfalia Wohnmobile lebt!

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