Wohnmobil Versicherungen – was brauche ich?

Wer mit dem Wohnmobil unterwegs muss sich auch mit Versicherungen auseinandersetzen, damit das rollende Hotelzimmer auch ausreichend geschützt ist. Ein Wohnmobil benötigt als motorisiertes Fahrzeug für den öffentlichen Straßenverkehr eine Kfz-Haftpflichtversicherung, wobei diese Wohnmobilversicherung um eine Voll- oder Teilkaskoversicherung ergänzt werden kann. Die Versicherungen unterscheiden sich wenig von denjenigen für andere Kraftfahrzeuge. Die Prämienberechnung erfolgt anhand der Faktoren Listenneuwert (ohne Rabatt), Gesamtgewicht, Fahrer, Leistung und Nutzungsart, Rabatte bei mehreren Versicherungsverträgen für Pkw und Wohnmobil werden in der Regel eingeräumt. Ebenso kann die Wohnmobilversicherung als Zweitwagenversicherung abgeschlossen werden.


Wohnmobil-Haftpflichtversicherung

Ohne Haftpflichtversicherung kann das Wohnmobil auf öffentlichen Straßen weder gefahren noch abgestellt werden. Die Pflichtversicherung sollte mit ausreichender Deckung abgeschlossen werden, die Versicherer bieten pauschal 100 Millionen Euro für alle Schadensarten (Personen, Sachen, Vermögen), für Personenschäden regelmäßig zwischen 8 bis 12 Millionen Euro. Sollte das Wohnmobil selbst verschuldet einen Schaden verursachen, kommt die Haftpflichtversicherung – außer bei grobem Vorsatz – dafür auf. Gute Versicherer leisten hervorragenden Service über einen 24-h-Notruf, Schadenfreiheitsrabatt bis auf einen Beitragssatz von 45 Prozent nach zehn Jahren ohne Unfall und eine Regulierung durch erfahrene Fachleute.

Der Vollkaskoschutz für das Wohnmobil

Halter von Pkws und Motorräder geben sich oft mit einem Teilkaskoschutz zufrieden, der bei Schäden durch Sturm, Hagel, Blitzschlag, Schmorbrand, Glasbruch, Diebstahl und Wildunfälle aufkommt. Für ein Wohnmobil kann sich ein Vollkaskoschutz empfehlen, der den Teilkaskoschutz mit einschließt und von den Versicherern meistens so angeboten wird. Rechtlich gesehen handelt es sich allerdings bei Voll- und Teilkasko um verschiedene Policen. Vollkaskoschutz wird bei selbst verschuldeten Unfällen und bei Vandalismus gewährt, er wird gerade für Wohnmobile empfohlen, da das Unfallrisiko mit dem eher ungewohnten Fahrzeug deutlich steigt. Gerade kleinere Schäden auf Campingplätzen unter anderem beim Einparken sind so versichert. Auch Vandalismus geschieht einem Wohnmobil unter Umständen schneller als einem in der Garage abgestellten Pkw. Sollte ein Vollkaskoschaden entstehen, übernimmt die Versicherung die Reparaturkosten und ersetzt bei Totalschaden den Wiederbeschaffungswert.

Inhalt des Wohnmobils versichern

Das im Wohnmobil befindliche Inventar wird gesondert über eine Campingversicherung geschützt. Fest installierte Sachen wie Betten, Hängeschränke oder Haushaltsgeräte können über den erhöhten Teilkaskoschutz versichert werden, der eine Diebstahlversicherung einschließt. Das kann auch Solaranlagen einschließen, allerdings bietet sich für das zu Campingzwecken genutzte Wohnmobil immer eine Campingversicherung an. Diese schützt bewegliches Inventar, auch wertvolle Dinge wie Fernseher, Radios, CD-Player, Fotoapparate, Geschirr und Wäsche oder außerhalb des Wohnmobils aufgestellte Solaranlagen. Die Campingversicherung als Inhaltsversicherung setzt Grenzen für den Schadenersatz in der Regel zwischen 5.000 bis 10.000 Euro je nach Police, auch eine Selbstbeteiligung kann (wie bei den anderen Versicherungsarten) vereinbart werden.

25. September 2012Permalink

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